blog.rockpixx.com

  

Artikel mit Schlagwort „Festival“

Bandfotografen only!

Moin,

irgendwie entwickelt sich der Sommer 2010 zu einem Sommer der Widrigkeiten (oder, um es mit der Sprache von MAD auszudrücken: „Neulich, beim Telefonat mit dem Veranstalter…“):

Ein schönes zweitägiges Tribute-Festival steht vor der Tür mit mehreren Top-Acts aus diesem Genre. Die Hälfte der Bands dort kennen wir, sie kennen uns und wir sind bereits fest eingeplant als Fotograf und Team-Member der einen Band. Also, kurze telefonische Anfrage beim zuständigen Menschen auf Veranstalterseite, ob wir für’s Fotografieren der anderen Bands noch eine extra Akkreditierung bräuchten, oder ob das auch so ginge, da wir sowieso backstage herumturnen würden.

Der erste Teil der Antwort war zwar schon etwas ungewöhnlich, aber damit konnten wir noch leben: „Bandfotografen sind ok, aber Ihr dürft nur den Auftritt der Band fotografieren, die Euch offiziell angemeldet hat.“

Statement unsererseits: „Kein Problem, wir kennen einige von den Bands dort recht gut, dann lassen wir uns halt von mehreren auf die Liste setzen.“

Die nun folgende Antwort haute uns aus den Socken: „Das geht nicht. Erstens sind sowieso nur Bandfotografen (und nur solche, keine anderen) zugelassen. Und zweitens dürfen die gemachten Bilder auch nur und ausschließlich auf den jeweiligen Bandwebseiten veröffentlicht werden. Das kontrollieren wir sehr genau und lassen uns das auch von den Bands vorher schriftlich bestätigen, dass die Bilder nirgendwo anders veröffentlicht werden.“

Nun fragen wir uns ernsthaft, ob die Sommerhitze jetzt auch schon die Gehirnzellen dieses Mitarbeiters beim Veranstalter in Mitleidenschaft gezogen hat? Ist er vielleicht kurz vorher ICE gefahren…? Hat er kürzlich beim PublicViewing während der Fußball-WM zuviel Vuvuzela-Beschallung abbekommen…? Oder ist er einfach nur „chronisch untervögelt“…?

Egal, wir tauschen somit ein anstrengendes Festival-Wochenende gegen ein ruhiges in heimischen Gefilden ein – wir werden ja auch nicht jünger.

 

“Great Wide Open” hat gerockt!

Moin,

sodele… das Wochenende ist vorüber und ich bin wieder wohlbehalten zurück vom “Great Wide Open” in Mühldorf am Inn.

Das Festival selbst hatte sich in den Vorankündigungen selbstironisch ein wenig auf die Schippe genommen hinsichtlich des gebotenen Komforts und der Sauberkeit des Geländes. Schließlich – so die Argumentation der Organisatoren – sei das Publikum von Roger Hodgson (Ex-Supertramp), The Hooters, Status Quo und Deep Purple in den meisten Fällen ja auch gemeinsam mit seinen Idolen gealtert und folglich einem gewissen Komfort auf dem Festivalgelände nicht ganz abgeneigt. Sogar an ein “Kinderland” war gedacht worden. Meine Befürchtungen, schon am Eingang Rollatoren vorzufinden, zerstreuten sich dann aber doch rasch. Summa summarum war aber alles richtig gut durchorganisiert und das Wetter spielte mit blauem HImmel und deutlich über 30° C auch mit.

Einzig, dass kein Mensch wusste, wo die Pressemeute nun eigentlich hin sollte, war etwas komisch. Nachem ich lange genug zu viele Offizielle mit meiner Fragerei und meinem Umherirren auf dem Gelände der Trabrennbahn genervt hatte, landete ich schlussendlich im VIP-Bereich mit Sitzplatz und freier Sicht auf die gigantische Bühne – was will man mehr?

Das Musikprogramm als solches war richtig gut- zu Beginn allerdings gab’s jede Menge Kontrabässe, auf denen Philharmoniker Rocksongs zum Besten gaben. Nachdem diese ihre großen Kästen endlich durchgesägt hatten, gab’s dann vertrautere Klänge – Aviv Geffen machte den Opener. Danach schon das erste Highlight, Dolcenera aus Bella Italia rockte richtig los. Seit Sommer 2008 gehört sie zu meinen absoluten Favoriten. Und so ging es den gesamten Nachmittag und Abend weiter: The Hooters, Roger Hodgson, Status Quo, Deep Purple – Mitternacht war viel zu schnell da.

Trotz jeweils nur drei Songs aus dem Graben waren anschließend die Speicherkarten voll und ein arbeitsreicher Sonntag wollte dann bewältigt werden, die Bilder davon sind natürlich schon online.

Was bleibt? Die Erinnerung an ein sehr gelungenes (musikalisch, technisch und organisatorisch) Festival und der Augenblick, als dem einen Fotokollegen ein Missgeschick passierte: Am fetten Einser-Body das 100-400 L IS, obendrauf ein Aufsteckblitz und unten druntergschraubt ein externes Powerpack für den Blitz (wohlgemerkt, am helllichten Nachmittag!). Tja… und dann fiel der Schlitten mit den Batterien aus dem Powerpack heraus und die ganzen schönen Eneloops kullerten fröhlich im Graben umher…